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USU-Openshop halten


04.06.2002
LB Baden-Württemberg

Mirko Maier, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die USU-Openshop-Aktie (WKN 780470) mit "halten".

Der offizielle Zusammenschluss von USU und Openshop zur USU-Openshop AG sei mit der HR-Eintragung zum 11. März 2002 erfolgt. Das Unternehmen biete eigene Softwareprodukte und Dienstleistungen in den drei Geschäftsfeldern e-Business, IT-Controlling und Knowledge Management an. Das neu formierte Unternehmen habe zum 31.03.02 rund 385 Mitarbeiter beschäftigt.

In den Pro forma-Resultaten des ersten Quartals 2002 hätten sich sowohl das schwache Umfeld für IT-Investitionen als auch die umfangreichen Integrations- und Restrukturierungsaufwendungen nieder geschlagen. Auf die deutliche Schwäche des Lizenzgeschäftes der Bereiche Knowledge Management und IT-Controlling seien die enttäuschenden 6,3 Mio. Euro Konzernumsatz zurückzuführen. Gegenüber einer Als-ob-Betrachtung der aggregierten Vorjahresabschlüsse der beiden Unternehmen USU und Openshop würde dies einen Rückgang um 46,9% bedeuten.


Beim negativen operativen Ergebnis von minus 6,3 Mio. Euro (Als-ob 1.Quartal 01: -4,5 Mio. Euro) hätten die ausgebliebenen margenstarken Lizenzumsätze im gleichen Maße wie die erheblichen Restrukturierungsaufwendungen belastet. Diese dürften insbesondere auf den Abbau der Mitarbeiter auf 385 gegenüber der "Als-ob-Zahl" von 455 zum 31.12.01 zurückzuführen sein.

Auch das laufende zweite Quartal werde insbesondere durch weitere Restrukturierungsaufwendungen geprägt sein. So habe USU-Openshop für die Schließung und Zusammenlegung von Standorten sowie den weiteren Abbau von rund 50 Mitarbeitern Aufwendungen in Höhe von ca. drei Mio. Euro avisiert. Die Prognosen des Unternehmens für das Gesamtjahr 2002 (Umsatzziel: 40 Mio. Euro, EBITDA: –6,0 bis -8 Mio. Euro) sehe man angesichts der Ergebnisse des ersten Quartals eher skeptisch.

Durch die bisherigen Integrations- und Restrukturierungsaktivitäten hätten zwar erste Einspareffekte im Bereich der Marketing-, Vertriebs- und Overheadaufwendungen realisiert werden können. Die für das Gesamtjahr antizipierte schwache Umsatzentwicklung, insbesondere im Lizenzgeschäft, dürfte diese jedoch überkompensieren.

In den Annahmen gehe man für 2002 gegenüber der Unternehmensplanung von deutlich niedrigeren erreichbaren Umsatzerlösen und höheren Verlusten aus.

Das aktuelle Bewertungsniveau erachten die Analysten der LBBW als ausreichend, so dass sie ihr Coverage der USU-Openshop-AG mit der Einstufung der Aktie mit "halten" aufnehmen.




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